KINDERORTHOPÄDIE

Babys schreien nicht ohne Grund

Viele Eltern kennen das: Ihr Baby schreit und will sich partout nicht beruhigen lassen. Besonders während der ersten Lebensmonate kann ein Dauerschreien – oft als Dreimonatskolik fehlinterpretiert – das Zusammenleben von Eltern und Kind belasten und die Freude am Nachwuchs empfindlich trüben. Klar ist: Babys wollen ihre Eltern mit nervtötendem Schreien nicht ärgern oder nur auf sich aufmerksam machen.

Vielmehr leiden die Schreikinder oft unter Anpassungsproblemen an eine neue ungewohnte Umgebung. Oft ist das Schreien aber auch ein Hilferuf des Säuglings, der sich noch nicht anders äuβern kann. So kann sich hinter dem Dauerschreien beispielsweise eine sogenannte sensorische Defensivität verbergen – eine Wahrnehmungsstörung, die das Baby jede Berührung als „feindlich“ erleben lässtl.

Oft ist auch eine Milcheiweißallergie – übrigens auch bei Kindern, die gestillt werden – oder das sogenannte KiSS-Syndrom die Ursache des Schreiens. Als KiSS-Syndrom bezeichnet man eine Haltungsabweichung von der Mittelstellung, die als „Schiefheit“ zu erkennen ist (besonders der Hals erscheint als verdreht, „Schiefhals“) und zu der meist auch ein massives Durchstrecken des Körpers nach hinten gehört.

Verursacht werden diese Verbiegungen der oberen Halswirbelsäule häufig durch den Geburtsvorgang. Während der Presswehen wird starker Druck auf den Kopf ausgeübt, durch die Anpassung an den Geburtskanal werden die Schädelknochen zusammengepresst und Kopf und Halswirbelsäule gedehnt. Die Folge: Die Säuglinge können den Kopf nur zu einer Seite neigen und reagieren auf Berührung der anderen äuβerst empfindlich.

Die Funktionseinschränkungen lassen sich osteopathisch  „sanft“, effizient und ohne Einsatz von Medikamenten behandeln. Wichtig ist, dass die Diagnose rechtzeitig und richtig gestellt wird, damit im Interesse von Baby und Eltern eine schnelle Behandlung eingeleitet werden kann – damit Eltern und Kind Ruhe finden und sich Ihr Baby gesund entwickelt.

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